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"Einsparpotenzial auf den Dörfern"
Fuchs: Haushaltslage "ist katastrophal"- und wird kaum besser
Von Stefan Schmidt
GARDELEGEN. Die Haushaltslage in Gardelegen für dieses Jahr "ist katastrophal". Das erklärte Bürgermeister Konrad Fuchs während der jüngsten Zusammenkunft des städtischen Bauausschusses mehrfach. Hinzu kämen "einige besondere Auswirkungen" rund um die Gebietsreform.
Man habe ihn "ungeschminkt vorgelegt". Das erklärte Konrad Fuchs, Gardelegens Bürgermeister, während der Bauausschuss-Sitzung. Er meinte den diesjährigen Haushaltsplan, der zwar unter dem Strich ausgeglichen ist. Aber nur deshalb, weil Kämmerer Maik Machalz, der während der Haushaltsberatung neben Fuchs saß, tief in die Rücklage gegriffen hat. Rund 4,6 Millionen Euro entnimmt die Stadt aus dieser "stillen Reserve".
Die Stadt, das ist seit Neujahr nicht nur die Kernstadt Gardelegen und die zur Jahresmitte hinzugekommenen Gemeinden Berge, Hemstedt, Kloster Neuendorf, Algenstedt und Schenkenhorst, sondern auch die seit dem 1. Januar 2010 dazu gehörenden Ortsteile Jeseritz, Potzehne, Wannefeld, Roxförde, Zichtau und Wiepke.
Nun obliege es beiden Seiten, nämlich der Verwaltung, aber auch den Stadträten, noch Einsparpotenzial zu finden. "Das wird nicht verhindern, dass wir trotzdem in die Rücklage greifen müssen", so Fuchs. Je mehr man aber den Rotstift ansetze, desto mehr verbleibe letztlich in dieser Rücklage. "Da werden wir uns streiten und raufen - aber uns dann irgendwann auch zusammenraufen", hofft Fuchs. Die aktuelle finanzielle Lage sei jedenfalls "schwere See," hervorgerufen durch Millionen-Einbrüche bei der Gewerbesteuer sowie weniger Geld vom Land und auch eine höhere Kreisumlage.
Die Gebietsreform mit der Eingemeindung von aktuell sechs und in knapp einem Jahr weiteren 18 Gemeinden - dann zwangsweise - sorgt zudem für eine Zusammenlegung zweier kompletter Verwaltungen. Fuchs will trotzdem langfristig Personal einsparen. "Das geht nicht ad hoc", erklärte er angesichts diverser Vorruhestands-Regelungen in beiden Verwaltungen, sowohl bei der Stadt als auch bei der VG Südliche Altmark. Er wolle aber "20 Prozent Personal einsparen, das ist unser Ziel".
Einsparpotenzial sieht Fuchs "auch auf den Dörfern". Dies wolle man "nicht auf die lange Bank schieben, sondern konsequent und schnell umsetzen". Selbstverständlich so der Stadt-Bürgermeister, in Absprache mit den Dorf-Vertretern. Mögliches Problem: Jene sechs Gemeinden, die aktuell zur Stadt gekommen sind, und jene 18 Dörfer, die in knapp einem Jahr nach Gardelegen zwangseingemeindet werden, sind im derzeitigen Stadtrat nicht vertreten, haben also kein Stimmrecht.
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