VOLKSINITIATIVE SACHSEN ANHALT 2011

Bürger von Sachsen-Anhalt gegen flächendeckende Einheitsgemeinden und Zwangseingemeindungen in Ober- und Mittelzentren

Pressebericht Volksstimme: Postleitzahlen sorgen in der Stadt weiter für Ärger (14.01.2010)
Bürger erhalten trotz nicht erfolgter Zustellung Mahnungen
Postleitzahlen sorgen in der Stadt weiter für Ärger

Rathmannsdorf (rk). Die unterschiedlichen Postleitzahlen, über die die Stadt Staßfurt nach der Eingemeindung der umliegenden Dörfer verfügt, sorgen für Diskussionen.

In der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Rathmannsdorf beklagte Andrea Martens, dass Briefe mit der Ortsbezeichnung 39418 Staßfurt, Ortsteil Rathmannsdorf, nicht bei ihr ankommen. "Die Sendungen, die für mich sehr wichtig sind, gehen einfach zurück nach Staßfurt", sagte die Bürgerin.

Wie Peter Heinrichs berichtete, habe er deshalb schon einmal Ärger bekommen. Eine Behörde habe ihm einen Bußgeldbescheid zugestellt, aber ohne auf dem Brief den Zusatz "Ortsteil Rathmannsdorf" zu vermerken. "Dadurch kam die Post bei mir nicht an und ich sollte dann Mahngebühren bezahlen", monierte Heinrichs.

"Es ist ein Problem, dass Behörden weltfremd festlegen, was hier passiert", meinte Ortsbürgermeister Klaus Magenheimer (Die Linke) und versicherte den Bürgern: "Wir sind da dran." Der Kommunalpolitiker informierte darüber, dass es zu diesem brisanten Thema im vergangenen Jahr eine Beratung mit Oberbürgermeister René Zok (parteilos) gegeben habe. Daran hätten zwei Mitarbeiterinnen der Deutschen Post teilgenommen. "Die stehen unter Druck der Großadressennutzer und wollen nur eine Postleitzahl für die gesamte Stadt. Das würde bedeuten, dass wir 70 bis 80 Straßen umbenennen müssen. Das ist nicht nachvollziehbar", sagte Magenheimer. Deshalb habe man sich darauf verständigt, dass die Stadt vier oder fünf Postleitzahlen behält. Es sei wichtig, dieses Problem zu klären und eine Einheitlichkeit herzustellen, damit es zum Beispiel in Notfällen, wenn der Rettungswagen zum Einsatz kommen müsse, keine Verzögerungen gebe. Das gehe aber nicht über Nacht, sagte Magenheimer.

Wie die Pressesprecherin der Deutschen Post AG, Anke Baumann, auf Anfrage der Volksstimme informierte, soll die Stadt jetzt noch einmal prüfen, welche Variante sie favorisiert, welche Postleitzahlen sie behalten will und in welchen Ortsteilen Straßenumbenennungen bei Dopplungen erfolgen sollen.



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