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Pressebericht Volksstimme: Unterschriften für kommunale Selbständigkeit am Baum-Feuer (19.01.2010) |
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Klein Schwechtener unterstützen Antrag auf Volksbegehren
Unterschriften für kommunale Selbständigkeit am Baum-Feuer
Von Volker Langner
Klein Schwechten. Die kühlen Finger hatten so ihre Probleme, den Kugelschreiber zu führen. Und auch die Tinte in dessen Mine versagte bei frostigen Temperaturen fast ihren Dienst. Doch letztlich gelang es Jörn Engel, persönliche Daten und vor allem seinen Namenszug auf die Unterschriftenliste der Volksinitiative Sachsen-Anhalt zu setzen.
Damit folgte der Klein Schwechtener während der Weihnachtsbaumverbrennung am Wochenende im Dorf zahlreichen Mitbürgern, die den Antrag auf ein Volksbegehren zur Stärkung der sachsen-anhaltinischen Gemeinden unterstützen. "Hier sind viele Leute. Ich möchte die Möglichkeit nutzen, um Unterschriften zu sammeln", so Bürgermeisterin Gabriele Andert, die am Feuer und den Imbissständen für das Anliegen der Volksinitiative warb.
Und damit auch in Klein Schwechtener Sache. Die Gemeinde hat sich mit Unterstützung der Volksinitiative gegen die Gemeindegebietsreform gewehrt und pocht auch weiterhin auf ihre kommunale Selbstverwaltung. Die will die Initiative in ihrem Gesetzentwurf festschreiben, der mit dem Volksbegehren auf den Weg gebracht werden soll. Der Entwurf hat unter anderem zum Ziel, die rechtliche und politische Selbständigkeit von Gemeinden mit weniger als 8000 Einwohnern zu erhalten und Zwangseingemeindungen, wie sie Klein Schwechten drohen, auszuschließen. So hatte Andert dann auch schnell viele Unterschriften "eingesammelt".
Gesammelt hatte auch die örtliche Wehr. Nämlich ausgediente Weihnachtsbäume. " Zweieinhalb Stunden waren wir im Dorf sowie in den Ortsteilen Häsewig und Ziegenhagen unterwegs. Rund 110 Bäume sind zusammengekommen", erzählt Detlef Benke, stellvertretender Wehrleiter.
Als die Kameraden die Tannen, Fichten und Kiefern entzündeten, lockten die Flammen schnell die Besucher auf den Dorffestplatz. Das Feuer selbst war aber nur kurz Anziehungspunkt. Während es die Kinder auf den Rodelberg zog, tauschten die großen Gäste bei Glühwein und Bratwurst, Punsch und Pizza Dorfneuigkeiten aus. Und zwischendurch griff der eine und der andere von ihnen zum Kugelschreiber, um auf der Liste der Volksinitiative zu unterschreiben.
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